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Thermo Fisher
Montage von medizintechnischen Geräten
Handarbeitsplätze so ergonomisch und effizient wie möglich

Für die Handmontage von Begasungsbrutschränken hat der Labortechnikanbieter Thermo Fisher Scientific eine ergonomisch gestaltete Fertigungslinie entwickelt.

Neben der gesundheitsschonenden Arbeitsplatzgestaltung stand die Sicherung der Prozess- und Produktqualität im Vordergrund. Erst an zweiter Stelle spielten Zeit- und Kostenargumente eine Rolle.

Die Inkubatoren des Typs „Heracell Vios“ werden in der Medizintechnik und Gesundheitsforschung verwendet und dienen dem Anzüchten von menschlichen und tierischen Zellen in Nährkulturen. Für unterschiedliche Anwendungen gibt es zahlreiche Modellvarianten, die am Standort Langenselbold bei Frankfurt montiert werden. Neben den beiden Größen mit 160 und 240 Litern Nutzraum sind zusätzlich zu den Ausführungen mit Edelstahl-Innenbehälter auch bakterizide und fungizide Modelle aus Kupfer erhältlich, zudem Inkubatoren für verschiedene Gase und mit unterschiedlicher Sensortechnik. Nach eigenen Aussagen ist Thermo Fisher in der Produktsparte weltweit Marktführer.

Alle Arbeitsplätze bestehen aus einem elektronischen Hubmodul Shop-Floor und einem Drehmodul.
Montagearbeitsplätze: vom Prototyp zur Fertigungslinie

Zur Vorbereitung der Produktion konzipierten Felix Pergande, Technischer Leiter der Fertigung bei Thermo Fisher Scientific in Langenselbold, und Betriebsmittelkonstrukteur Stefan Kämmerer zuerst den Prototypen eines Montagearbeitsplatzes. Hieraus entwickelten sie anschließend eine neue Serienfertigungslinie, die in eine „Anlauffabrik“ mündete. Was damit gemeint ist, erklärt Pergande: „Während dieser Phase, die etwa ein halbes Jahr dauert, haben wir die Gesamtverantwortung über die Produktion des Inkubators, von der Organisation über die Materialbeschaffung bis zur Qualitätssicherung. In dieser Zeit industrialisieren wir die Fertigung. Ist diese ausgereift, übergeben wir sie an die Verantwortlichen der Abteilung Begasungsbrutschränke."

Bei der Entwicklung der Montagearbeitsplätze arbeitete Thermo Fisher Scientific mit den Experten für Montage- und Handhabungstechnik von ROEMHELD zusammen. Das ROEMHELD moduhub-Programm umfasst zahlreiche Module, mit denen sich sicher ergonomische Lagen von Montageobjekten in der Handmontage herstellen lassen. Moduhub ist ein flexibel einsetzbares Baukastensystem mit untereinander kombinierbaren Komponenten für Lasten zwischen 10 kg und 600 kg, die elektrisch oder alternativ manuell betätigt werden können.

ROEMHELD bietet eine sehr hohe Beratungsqualität und geht intensiv und engagiert auf unsere individuellen Bedürfnisse ein.“
Felix Pergande, Technischer Leiter
Die Ergonomie steht im Mittelpunkt

Mit der Zusammenarbeit ist Pergande sehr zufrieden: „ROEMHELD bietet eine sehr hohe Beratungsqualität und geht intensiv und engagiert auf unsere individuellen Bedürfnisse ein. Außerdem sind die Produkte sehr zuverlässig und lassen sich unseren Anforderungen entsprechend konfigurieren – wir müssen nichts von der Stange kaufen.“

Bei der Planung der neuen Handmontage lag Betriebsmittelkonstrukteur Stefan Kämmerer besonders die Ergonomie am Herzen. Denn die frühere Inkubator-Baureihe wurde zwar an höhenverstellbaren Tischen montiert, aber die rund zwanzig Kilogramm schweren Modelle mussten ohne Hilfsmittel von Hand gewendet werden. „Deshalb erforderte damals die Vormontage der Innenbehälter viel Handling und war körperlich anstrengender“, so Kämmerer. Das sollte bei der Fertigung der aktuellen Baureihe besser werden.

Das an der Vorderseite offene, rechteckige Innengehäuse ist bei der 160-Liter-Schrankvariante etwa 700 mm hoch und 450 mm breit und wird in der eigenen Blechfertigung von Thermo Fisher hergestellt. In der Vormontage beklebt ein Mitarbeiter alle fünf Seiten mit Heizungsfolien, hierzu muss der Behälter mehrfach gedreht werden. Außerdem müssen ein Sensor und eine Halterung montiert werden. Der gesamte Vorgang dauert etwa 45 Minuten, danach wird die Isolation angebracht und darüber das Außengehäuse montiert. Rund 150 Mitarbeiter sind in Langenselbold in der Gerätemontage beschäftigt, davon arbeiten acht in der Fertigung der Begasungsschränke, je nach Bedarf ein- oder zweischichtig.

Das Drehmodul verfügt über Indexierungen, die in 45°-Schritten über Fußschalter gelöst werden können
Handarbeitsplätze in der Montagelinie

Mit Unterstützung durch ROEMHELD konzipierten Kämmerer und Pergande eine Linie aus vier ähnlich aufgebauten, hintereinander angeordneten Montagearbeitsplätzen. Die Arbeitsplätz sind so gestaltet, dass sie alle erforderlichen Varianten der Inkubatoren aufnehmen können.

Alle Arbeitsplätze bestehen aus einem elektronischen Hubmodul Shop-Floor mit 200 mm Hub, das über einen Handtaster hoch- und heruntergefahren werden kann, und einem Drehmodul. Dieses verfügt über Indexierungen, die in 45°-Schritten manuell gelöst werden können. hierzu gibt es zwei Fußschalter, die dem Monteur das Lösen ermöglichen, ohne dass er um den längs liegenden Behälter herumgehen muss. „Der Prototyp des Montagearbeitsplatzes hatte nur einen Fußschalter. Um effizienter arbeiten zu können, kamen die Monteure auf die Idee für einen zweiten Taster, eine Anregung, die von ROEMHELD schnell umgesetzt werden konnte“, erinnert sich Kämmerer. Nachdem die Gestaltung der Montagearbeitsplätze fertig war, bestellte er bei ROEMHELD die Komponenten und baute sie zusammen.

Mit dem Ergebnis der Arbeitsplatzgestaltung sind alle Beteiligten zufrieden. Technikleiter Felix Pergande hebt die hervorragende Ergonomie hervor und sieht eine sichtlich verbesserte Produktqualität: „Durch die eindeutige Lagefixierung und das definierte Handling mit Hilfe der 45°-Indexierungen ist die Gefahr von Beulen im Behälter spürbar gesunken.“ Eine Zeitersparnis, wie sie bei der Optimierung anderer Montagearbeitsplätze häufig eintritt, ist seiner Aussage nach in diesem Fall kein Ziel. Gesunkene Kosten wurden daher nicht gerechnet. Allerdings betont er, dass die ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze dazu beträgt, die Beschäftigten gesund zu erhalten und dass „jeder Ausfall eines Mitarbeiters Geld kostet, weil wir entweder nicht fertigen können oder einen Ersatzmann einsetzen müssen.“ So tragen weniger Ausschuss und gesündere Mitarbeiter zur Kostenersparnis bei und helfen Thermo Fisher dabei, als Marktführer erfolgreich zu sein.

Weitere Handarbeitsplätze so ergonomisch und effizient wie möglich gestalten

Positiv äußern sich auch die Mitarbeiter der Vormontage. Gerätemonteur Steffen Hillesheim lobt: „So ein ergonomischer Arbeitsplatz mit sinnvollen Vorrichtungen ist Gold wert. Er ist gut für Rücken, Nacken, Schultern und entlastet spürbar. Der Körper merkt das sofort.“ Hillesheim weiß, wovon er spricht, denn er ist erst seit einigen Wochen bei Thermo Fisher und hat seinen Aussagen zufolge schon viele Erfahrungen an Montagearbeitsplätzen gesammelt, die nicht den neuesten Arbeitsschutzrichtlinien entsprachen.

Für die Planung zukünftiger Montageeinrichtungen ist das gleichbleibende Schnittstellenkonzept des moduhub-Programms besonders hilfreich. Denn es ermöglicht, zukünftige Arbeitsplätze flexibel und unkompliziert planen zu können.

„So ein ergonomischer Arbeitsplatz mit sinnvollen Vorrichtungen ist Gold wert."
Weitere Handarbeitsplätze so ergonomisch und effizient wie möglich gestalten

Positiv äußern sich auch die Mitarbeiter der Vormontage. Gerätemonteur Steffen Hillesheim lobt: „So ein ergonomischer Arbeitsplatz mit sinnvollen Vorrichtungen ist Gold wert. Er ist gut für Rücken, Nacken, Schultern und entlastet spürbar. Der Körper merkt das sofort.“ Hillesheim weiß, wovon er spricht, denn er ist erst seit einigen Wochen bei Thermo Fisher und hat seinen Aussagen zufolge schon viele Erfahrungen an Montagearbeitsplätzen gesammelt, die nicht den neuesten Arbeitsschutzrichtlinien entsprachen.

Für die Planung zukünftiger Montageeinrichtungen ist das gleichbleibende Schnittstellenkonzept des moduhub-Programms besonders hilfreich. Denn es ermöglicht, zukünftige Arbeitsplätze flexibel und unkompliziert planen zu können.

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